Wildtierschutz im Gelände: Praxistraining
Bücher erklären, wie Wildtiermonitoring funktioniert. Draußen sieht es meistens anders aus. Dieses Programm kombiniert theoretische Vorbereitung mit konkreten Geländeübungen in deutschen Schutzgebieten.
Geländemethoden und Ausrüstung
Teilnehmende arbeiten mit Fotofallen, Transektzählungen und akustischen Detektoren für Fledermäuse. Alle verwendeten Geräte entsprechen dem Standard, der auch in behördlichen Monitoringprogrammen eingesetzt wird. Fehler bei der Dokumentation können Schutzmaßnahmen verzerren, weshalb korrekte Protokollführung einen eigenen Abschnitt erhält.
Orientierung unter natürlichen Bedingungen
Geländearbeit findet oft in der Dämmerung oder nachts statt. Grundkenntnisse in Astronomie helfen bei der Orientierung ohne GPS, etwa durch die Nutzung des Polarsternes. Gleichzeitig vermittelt dieser Aspekt ein Verständnis dafür, wie natürliche Lichtverhältnisse das Verhalten nachtaktiver Arten steuern.
Dokumentation und Auswertung
Rohdaten aus dem Gelände müssen aufbereitet werden. Das Programm führt in grundlegende Auswertungsmethoden ein, darunter die Nutzung von Open-Source-GIS-Software. Kein Programmierwissen notwendig, aber Sorgfalt beim Umgang mit Daten schon.
Geländetage und Orte
Drei Exkursionstage sind fester Bestandteil. Die genauen Orte variieren je nach Jahreszeit und Verfügbarkeit der Schutzgebiete. Unterkunft und Anreise werden von den Teilnehmenden selbst organisiert.
Programmablauf
Programmablauf
- Phase 1: Einführung in Monitoring-Methoden und Gerätekunde
- Phase 2: Nachtbeobachtung, Astronomie-Grundlagen und Orientierung im Gelände
- Phase 3: Drei Geländetage in zertifizierten Schutzgebieten
- Phase 4: GIS-Auswertung und Kartierung von Beobachtungsdaten
- Phase 5: Erstellung eines Monitoring-Berichts nach Behördenstandard